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ULF Bericht JOT 08/04
Selbsreinigender Filter -Erwartungen übertroffen
 
Bericht aus dem Magazin JOT vom August 2004

Kabinen mit selbstreinigenden Filtersystemen als Ersatz für Nassspritzstände sind schon seit Jahren bekannt und im Einsatz. Wie das folgende Anwendungsbeispiel zeigt, sind diese Filter äußerst robust und wartungsarm und ermöglichen eine deutliche Reduzierung der Reinigungszeiten.
 
Seit vier Jahren arbeiter der  Getriebehersteller ZF in Friedrichshafen mit einem Spritzstand, dessen Filter automatisch gereinigt wird. Im August 1999 wurde ein mit Grob- und Feinfiltern ausgestatteter Lamellenvorhang durch zwei selbstreinigende Filter (ULF=Umlaufender Filter selbstreinigend) ersetzt. Über den Filter werden die ein-komponentigen Wasserlacke für Getriebe abgesaugt. Durch den Einsatz des ULF-Systems hat ZF die Reinigungszeiten, die pro Spritzstand und Jahr bei etwa 300 Stunden lagen, nahezu halbiert. Die Standzeit der Filter beträgt zwölf Monate.
 
Optimaler Lufthaushalt, wenig Verschmutzung
 
Die Verfügbarkeit von nahezu 100%, die Lange Standzeit des Filters sowie der geringe Wartungsaufwand ermöglichen eine Amortisationsdauer von etwa zweieinhalb Jahren. Die Entscheidungsträger bei ZF, die den Einbau der ULF-Systeme forciet haben, bereuen ihre damalige Entscheidung nicht. Besonders wenn man bedenkt, dass herkömmliche Farbnebel-Abscheidesysteme hohe laufende Kosten verursachen können. Nach dem Mittlerweile mehrjährigen Einsatz genügt ein Blick in die Kabinen um zerkennen zu können, dass dort ein optimaler Lufthaushalt mit geringer Verschmutzung vorherrscht.
 
Der selbstreinigende umlaufende Filter von Brainflash besteht aus einem Gehäuse aus verzinktem Stahlblech mit integriertem Filter und Absaugkasten, endlosem Spezialfilterband, Antriebsstation und Absaugeinheit. Zur Vorabscheidung werden Kunststoff-Lamellen verwendet. Die Filterung erfolgt über das Umlauffilterband, das von einem Transportzylinder getaktet wird. Nachgefiltert wird über Feinfiltereinschübe . Das speziell entwickelte Filtervlies saugt den Lack-Overspray nicht auf. Er wird nur aufgefangen und in den Reinigungsbereich transportiert. Das Material klebt nicht am Filter und kann deshalb leicht über die automatische Abreinigungsstation abgesaugt und trocken konzentriert in einem Staubfass gesammelt werden. Dieser Vorgang erfolgt automatisch bei Anstieg einer gewinssen Unterdruckgrenze. Dadurch bleibt der Filter aufnahmefähig.
 
Geringer Wartungsaufwand
 
Das Filterband kann einfach und schnell gewechselt werden, da es mit einem Klettband versehen ist. Lackreste, die an den Kunsstoff-Vorabscheide-Lamellen hängen bleiben, werden einfach wie eine Haut abgezogen. Die Absaugung erfolgt wie bei herkömmlichen Spritzständen über Abluftventilatoren.
 
Das Filtersystem kann hinter dem Werkstück aber auch im Unterflurbereich installiert werden. Voraussetzung für den Einsatz sind jedoch schnell- beziehungsweise lufttrocknende Lacksysteme.
 
Bei Brainflash freut man sich über diese Ergebnisse: "Die geforderten Standards bei ZF waren sehr hoch, ein härterer Test für das Umlauffiltersystem ist kaum denkbar, hier werden jährlich über 160.000 schwere LKW-Getriebe lackiert."
 
Laut Brainflash ist dieser mehrjährige Praxiseinsatz kein Einzelfall. Bei dem Elektromotorenhersteller SEW-Eurodrive sind beispielsweise 12 Umlauffilteranlagen im Einsatz, innerhalb von 4 Jahren mussten die Filter noch kein einziges Mal ausgetauscht werden!
 



 


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